Es ist unklar, wie der Ausdruck "Barockpferd" wirklich entstand. Es ist jedoch auffallend, dass Pferde, die auf Gemälden oder Stichen aus dem 17. und 18. Jahrhundert abgebildet sind, große Ähnlichkeit besitzen mit den Pferden, die wir heute zu den Barockpferden zählen. Auch die unübersehbar "barocken Formen" dieser Pferde lassen sich schwer abstreiten. Für alle Barockpferde ist der kurze breite Rücken typisch und natürlich der hochaufgewölbte Hals. Auch die runde, kräftige und häufig geteilte Kruppe und das meist sehr lange und dichte Langhaar sind Merkmale dieses Pferdetyps. Der Kopf hat ein gerades bis konvexes Profil. Aufgrund ihres Körperbaus und ihrer Gelehrigkeit eignen sich diese Pferde ganz besonders für Lektionen der Hohen Schule. Nicht umsonst verwendet man an der Spanischen Hofreitschule zu Wien Lipizzaner für die Klassische Reitkunst, die wohl zu den bekanntesten Vertretern dieses Pferdetypus gehören.