Den Namen Pura Raza Española gibt es seit Anfang dieses Jahrhunderts. Häufig werden diese Pferde als Andalusier bezeichnet, was jedoch nicht korrekt ist. Andalusier sind keine eigenständige Rasse, sondern Mischlinge oder reine PREs wo ein Elternteil nicht im Stutbuch eingetragen ist.
Reinrassige Pferde der Reinen Spanischen Rasse sind diejenigen, deren Eltern im Stutbuch ihrer Rasse eingetragen sind.
In ihrer körperlichen Gesamtheit stellen die Exemplare der Reinen Spanischen Rasse Tiere von großer Schönheit und ausgewogenem Körperbau dar, gleich welchen Alters sie sind. Die Widerristhöhe bei 3 jährigen Tieren, soll mindestens 1,52 m bei Hengsten und 1,50m bei Stuten betragen.
Die PRE's sind besonnen und widerstandsfähig, ergeben und energisch, edel und fügsam. Sie zeigen eine schnelle und enge Bindung zu Ihrem Reiter auf.
Pferde der Spanischen Rasse eignen sich in erster Linie für die Arbeit unter dem Sattel, mit großem Talent zur Ausbildung für die Hohe Schule, den berittenen Stierkampf, Anspannungen vor leichten Wagen und eine besondere Fähigkeit zum Manövrieren von großen Rinderherden.
Die Pferde werden zunächst in ein Geburtenregister eingetragen, ab dem Alter von 3 Jahren kann ein Pferd zur Körung vorgestellt werden. Diejenigen, die die Anforderung an Rassetypus und Mindeststockmaß erfüllen, werden im Stutbuch Registro Principale eingetragen.
Iberische Pferde werden in Spanien sehr häufig auf kargen, kräuterreichen ABER grasarmen Weiden oder in Boxen gehalten. Daher ist ein ganztägiger Weidegang für diese Pferde häufig nicht sofort möglich.
Die Pferde müssen sich erst sehr langsam an das "deutsche Gras" gewöhnen. Dies kann von Pferd zu Pferd unterschiedlich lange dauern. Da die Pferde bei unserem Gras leicht zu Hufrehe, Aufblähungen und Koliken neigen, raten wir zu einer sehr langsamen Steigerung des Weidegangs (über mehrere Monate hinweg).
Auch mit dem hiesigen Kraftfutter sind diese Tiere meistens überfordert. Auch ein Pferd was sehr viel Leistung bringt, ist mit 500gr. Hafer pro Mahlzeit mehr als gut bediehnt. Dazu ausreichend gutes Heu und auf das Pferd abgestimmtes Mineralfutter und ihr Pferd ist zufrieden.
Häufig bekommen die Iberer in Deutschland die selbe Menge an Kraftfutter (bis zu 2 kg Hafer pro Mahlzeit!) und werden dann zu hippelig. Iberische Pferde sind zum arbeiten gezüchtet!
Sie danken es ihren Menschen nicht, wenn sie häufig ins Gelände gehen oder in den Schulferien auf der Koppel ihr darsein fristen müssen. Auch ein sogenannter "freier Tag" wird von diesen Tieren nicht geschätzt, sie reagieren dann häufig mit sehr viel (häufig auch ungezügelten) Temperament auf die "Pause", womit nicht jeder Reiter klar kommt.
Iberische Pferde werden in Spanien sehr konsequent erzogen, dies sollten Sie auch in Deutschland absolut beibehalten. Solch konsequent erzogene Pferde kommen mit dauernden Schmuseinheiten und häufiger Inkonsequenz nicht klar.
Gerade die Hengste versuchen ganz schnell in der Rangordnung bei Ihrem Besitzer die Oberhand zu ergreifen und werden dann ganz schnell als "blöder Spanier", "unerzogen" oder sogar als "gefährlich" dargestellt.
Iberische Pferde aus Spanien sollten jeden Tag gearbeitet und kosequent erzogen werden!