Vorwort

Seien Sie herzlich willkommen auf unserer Homepage!


Wir möchten Sie einladen, sich mit uns auf die Reise zu der höfischen Pferdeausbildung der barocken Reitkunst zu begeben.

Erliegen Sie der Faszination der iberischen Reitkultur und ihrer wunderschönen und besonderen Pferde. Vielleicht hatten Sie schon das Glück ein fein ausgebildetes, iberisches Pferd zu reiten und durften erfahren, was das berühmte „Légèrte“ (Leichtigkeit) bedeutet, oder Sie möchten diesen Reitstil mit ihrem Pferd (unabhängig von seiner Rasse) erlernen.

Es lohnt sich, jede Mühe auf sich zu nehmen, um der Reitkunst der alten Meister näher zu kommen. Denn, in diesem Moment erhebt sich die Reiterei zur Kunst, kein stupides Üben einzelner Lektionen, sondern das Gefühl mit dem Pferd, das sich im vollendetem Gleichgewicht befindet und auf minimale und kaum sichtbare Körpersignale des Reiters, mit kraftvollen Bewegungen antwortet, zu verschmelzen.

Wir versprechen Ihnen, Sie kommen nicht so schnell von dieser Vollkommenheit los und werden ständig nach ihr streben.

Die Kunst für die Kunst l’Art pour l’Art.

Das Pferd erblüht unter dieser Ausbildung, es wird immer schöner und kraftvoller und wird stolz sein, über das, was es kann.

Das Pferd wird zu nichts gezwungen, sondern gebeten, sich mit dem Reiter so zu präsentieren, mit seiner besonderen Eleganz und Anmut, als wenn es sich frei bewegen würde.

Willkommen im Kreis der Infizierten!

Begeben wir uns auf den Weg, einer Zeitreise, zu einer Reitweise, die „gekennzeichnet ist, durch die Leichtigkeit und Anmut eines Pferdes, das vollkommen entspannt scheint, und den Eindruck vermittelt, dass es alles alleine macht, ohne die Hilfen des Reiters“ (N. Olivera)

Wo die Reiterei zur Reitkunst wird, die Reitkunst ist die Veredelung einer vertieften Technik durch die Liebe.

Die Stufen der barocken Reitkunst

  1. Einlongieren (das junge Pferd lernt die ersten Reaktionen wie Halten, Schritt, Trab und Galopp)
  2. Bodenarbeit (das Pferd lernt sich vom Menschen führen zu lassen)
  3. Einreiten (das Pferd gewöhnt sich daran, dass ein Mensch auf ihm sitzt und sich lenken lässt)
  4. Geraderichten (durch Biegen wird das Pferd beidhändig gleichmäßig gymnastiziert)
  5. Formgebung der Oberlinie (das Pferd wölbt seine Oberlinie und trägt den Reiter auf der Muskulatur
  6. Schulterherein (vermehrtes Biegen und heranholen des inneren Hinterbeins)
  7. Kruppeherein (vermehrtes Biegen und heranholen des äußeren Hinterbeins)
  8. Volte (durch die Seitengänge gelangt das Pferd zur gleichmäßig gebogenen Volte
  9. Seitengänge auf dem Zirkel (vermehrtes heranholen des inneren oder äußeren Hinterbeins auf dem Zirkel)
  10. Pirouette (das äußere Hinterbein wird in der Volte hereingeholt bis zur Pirouette)
  11. Fliegender Wechsel (durch das Umstellen der Hüfte im Galopp kommt es zum Wechsel)
  12. Piaffe (das Pferd trägt sich auf der Hinterhand)
  13. Passage (das Pferd entwickelt Schubkraft, ohne die Tragkraft zu verlieren)
  14. Levade / Pesade (das Pferd trägt 100% seines Gewichts auf der Hinterhand)
  15. Terre á Terre (das Pferd bewegt sich mit dem Schwerpunkt auf der Hinterhand)
  16. Schule über der Erde (Maximale Kraftleistung der Hinterhand)
  17. Kapriole (Endziel der barocken Leistung)

Zitat Freddy Knie sen.

"Dressur muss sichtbare Liebe sein"